Kata: was ist das?

 


«Kata ist die stilisierte Form eines Kampfes gegen mehrere imaginäre Gegner» nach genau festgelegten Bewegungsabläufen. Die Kata ist die traditionellste Form des Karate Do. Bis in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts bestand Karate fast ausschließlich aus Kata. Sie stehen nach wie vor im Mittelpunkt unserer Kampfkunst. Katas gibt es nicht nur im Karate. Es gibt sie auch in allen anderen Formen traditioneller japanischer Kampfkünste. Durch die Katas gelangten diese Kampfkünste bis in unsere heutige Zeit.

Gerade in den Katas wird der friedliche Grundgedanke des Karate Do deutlich, denn jede Kata beginnt mit einer Abwehrtechnik.

Kata ist geeignet, Beherrschung der Technik und besonders die innere Haltung zu schulen: Atmung, Ruhe, Gelassenheit, Sicherheit, Entschlusskraft, Kampfgeist, Rhythmus. Die Katas sind auch ideal zum Durchtrainieren des ganzen Körpers, weil in ihnen alle Techniken des Karate in ganz genau festgelegter Reihenfolge auftauchen. Vor allem durch das Studium der Katas erlangt man Harmonie und Rhythmus, gelangt zu innerer Gelassenheit, Sicherheit und Ausstrahlung. Die Koordinationsfähigkeit und die Konzentrationsfähigkeit werden durch das Erlernen und Üben von Kata ebenfalls gesteigert.

 

Kumite: was ist das?

 


Kumite bedeutet übersetzt «Kampf» oder «Kampfübung». Im Kumite werden Abwehr–, Angriffs– und Kontertechniken bzw. –kombinationen mit dem Partner geübt. Auf dem Weg zum «freien Kampf», dem Kumite, gibt es verschiedene Kampfübungen. Ziel dieser Übungen ist es, den Karateka an den freien Kampf heranzuführen. Dem Karateka wird dabei ein hohes Maß an Präzision und Kontrolle über die eigenen Karatetechniken abverlangt. Die Verantwortung gegenüber dem Partner beim Üben und gegenüber dem Gegner im Kampf muss daher jedem jederzeit bewusst sein. Respekt vor dem Übungspartner und dem Gegner stehen an oberster Stelle. Ziel des Kumite ist es, dass Kämpfen zu erlernen und sich gegebenenfalls verteidigen zu können. Im Wettkampf kommt es darauf an, entweder die besseren Angriffs–, Abwehr– und Kontertechniken einsetzen zu können, oder im freien Kampf nach den Wettkampfregeln des Schweizerischen ShinKyokushin Karate Verbandes die meisten Punkte ( Wazari, Ippon ) zu erzielen.