Neue Regeln

Die SSKA-Regeln wurden 2008 in wenigen Punkten revidiert; wir aktualisieren die Wiedergabe auf dieser Seite sobald als möglich.

Kampfregeln des Kyokushinkai Karate


Kampfregeln der Swiss-Shinkyokushin-Association SSKA

 


SSKA-Regeln

 

KAMPFREGELN FÜR VOLLKONTAKT – KARATE SHINKYOKUSHIN
GRUNDSÄTZLICHES:
1. Jeder teilnehmende Karateka muss ein sauberes, weisses Karategi, wenn möglich, mit dem Stilzeichen tragen. Die Ärmel müssen bis über den Ellbogen reichen!
2. Finger- und Zehennägel müssen kurz geschnitten sein.
3. Das Tragen von Schmuck etc. ist nicht erlaubt.
4. Bei den Herren ist der Tiefschutz obligatorisch.
Bei den Damen ist Brust- und Fuss-Ristschoner obligatorisch.
Brustschutz Damen: der Solar-Plexus muss frei sein.
Der Tiefschutz für die Frauen ist erlaubt.
5. Zahnschutz ist für alle erlaubt.
6. Die SSKA oder der Veranstalter übernehmen keine Haftung für Verletzungen, die während dem Turnier entstehen. Der Karateka ist selbst für eine entsprechende Versicherung besorgt!
7. Elite: Es bestehen 7 Kategorien:
  • Damen Leichtgewicht bis 55 kg
  • Damen Mittelgewicht bis 65 kg
  • Damen Open + 65 kg
  • Herren Leichtgewicht bis 70 kg
  • Herren Mittelgewicht bis 80 kg
  • Herren Schwergewicht bis 90 kg
  • Herren Super-Schwergewicht ab 90 kg
8. Die Karatekas werden vor Beginn des Turniers gewogen.
Toleranz für die Einteilung in Gewichtsklassen max. 500 g.
9. Karatekas, die an einem Vollkontaktturnier der Kategorie Elite teilnehmen, sollten das achtzehnte Altersjahr überschritten haben. (Minderjährige <unter 18-Jährige> benötigen eine Wettkampferlaubnis des gesetzlichen Vertreters (Karatepass Seite 5).
10. Grundsätzlich darf erst ab dem 4. Kyu gekämpft werden, über Ausnahmen entscheidet die Technische Kommission.
11. An einem Vollkontakt-Karate-Wettkampf muss, zur Sicherheit der Kämpfer, des Veranstalters und des Verbandes, ein Arzt anwesend sein.
12. Die Wettkampffläche für Vollkontakt-Karate-Wettkämpfe muss mit Matten ausgelegt sein (z.B. Kwon-Matten).
Die Wettkampffläche beträgt 8x8 Meter und mindestens 1 Meter für die Sicherheit. Wird eine Bühne gebaut muss mindestens 2 Meter für die Sicherheit gewährleistet sein. Die Bühne ist Maximum 60 cm hoch.
13. Für die Schweizermeisterschaften und Swiss-Open Turniere Kumite muss eine Halle in der Grösse einer Dreifachturnhalle zur Verfügung stehen.
14. Karatekas, die an einem Vollkontakt-Karate-Wettkampf teilnehmen, müssen ihre Sporttauglichkeit von einem Arzt bescheinigen lassen (Karatepass Seite 6). Diese Bescheinigung darf nicht älter als ein Jahr sein.
15. Der Organisator ist verpflichtet eine entsprechende Haftpflichtversicherung zur Austragung eines Turnieres abzuschliessen.
   
RICHTER:
1. Für jeden Kampf sind vier Eckenrichter, ein Hauptrichter (der die Kommandos gibt) und ein Oberrichter anwesend.
2. Die Eckenrichter und der Hauptrichter haben je eine Stimme.
3. Der Oberrichter überwacht die Entscheidungen. Für die unmittelbare Kampfentscheidung hat er kein Stimmrecht. Der Oberrichter und die Offiziellen am Tisch notieren sich sämtliche Entscheidungen, die während des Kampfes getroffen werden.
   
KAMPF:
1. Eine Kampfbegegnung dauert drei Minuten.
2. Erlangt weder rot noch weiss eine siegbringende Technik und die Mehrheit der Richter entscheidet sich für unentschieden, so folgt ein Zusatzkampf (SAI-SHIAI). Dieser dauert zwei Minuten.
3. Endet der Zusatzkampf wieder unentschieden entscheiden folgende Gewichtsunterschiede:
Herren: Leicht-, Mittel- und Schwergewicht mindestens fünf Kilogramm, ab Super Schwergewicht mindestens zehn Kilogramm.
Damen: Leicht- und Mittelgewicht mindestens drei Kilogramm, im Open mindestens fünf Kilogramm.
4. Beträgt die Gewichtsdifferenz weniger als fünf /10 Kilogramm, so gewinnt der Karateka, der mehr Bretter durchgeschlagen hat.
5. Ist hier ebenfalls keine Differenz festzustellen, so wird ein letzter Zusatzkampf (ENCHO-SEN) durchgeführt. Endet dieser ohne siegbringende Technik, so müssen sich die Richter für rot oder weiss entscheiden.
6. Bei den Damen beträgt die Gewichtsdifferenz in der Gewichtsklasse -55+-65 Kilo drei und im Open fünf Kilogramm. Bei ihnen werden grundsätzlich keine Bruchtests durchgeführt. Ansonsten gelten dieselben Kriterien wie bei den Männern.
   
ENTSCHEIDUNGSKRITERIEN:
Der Gewinner steht unmittelbar nach einem vollen Punkt (IPPON), oder nach Zeitablauf, mit einem halben Punkt (WAZA-ARI), fest. Zwei halbe Punkte (WAZA-ARI) ergeben einen vollen Punkt (IPPON) und führen zum unverzüglichen Sieg.
1. Volle Punkte (IPPON) sind:
  a. Jede erlaubte Technik, durch welche der Gegner länger als drei Sekunden (1001,1002,1003) auf dem Boden verharren muss
  b. Gibt ein Karateka bekannt, dass er aufgrund einer erlaubten Technik kampfunfähig wurde, so erhält sein Gegner ein IPPON
  c. Nach einer klaren Foultechnik wird der Karateka disqualifiziert (HANSOKU-MAKE oder SHIKKAKU), der Gegner erhält den Sieg zugesprochen.
2. halbe Punkte (WAZA-ARI) sind:
  a. Wurde ein Karateka durch eine erlaubte Technik getroffen und ist innerhalb der Zeitspanne von drei Sekunden /1001,1002,1003) wieder in der aufrecht stehenden Position, so erhält der Gegner ein WAZA-ARI.
  b. Verliert der Karateka durch eine erlaubte Technik oder einen Fussfeger das Gleichgewicht, fällt auf den Boden und der Gegner bringt unmittelbar danach eine erlaubte "Nichtkontakttechnik" an, kann ein WAZA-ARI vergeben werden.
  c. Verweigert ein Karateka den Kampf durch Abdrehen und zeigt dem Gegner den Rücken, so muss dem Gegner ein WAZA-ARI gegeben werden.
3. Sieg durch Richterentscheidung (YUSEI-KACHI):
  Erreichte kein Karateka ein IPPON oder WAZA-ARI, so können die Richter ihre Entscheidung aufgrund der besseren und genaueren Technik sowie dem besseren Kampfgeist vergeben.
   
VERBOTENE AKTIONEN UND TECHNIKEN:
  Der Hauptrichter entscheidet nach Anhörung (Anzeigen der Flaggen oder Zusammenzug der Eckenrichter) über die Disqualifikation des Karatekas.
Ist der Coach damit nicht einverstanden, so lässt er seine unmittelbar folgende Einsprache beim Oberrichter vorbringen. Der Oberrichter prüft den Sachverhalt mit dem Hauptkampf- und den Eckenrichtern.
Der Betreuer entfernt sich während der Beratung!
Der Oberrichter entscheidet, ob die Einsprache gutgeheissen oder abgelehnt wird.
Seine Entscheidung ist endgültig.
  Folgende Aktionen sind nicht erlaubt:
  a. jeglicher Angriff zum Kopf oder Gesicht mit der offenen Hand, Faust oder Arm.
  b. Schläge zum Geschlechtsteil
  c. Direkter Angriff auf das Knie,
  d. Stösse oder Schläge mit dem Kopf
  e. Angriffe auf den Rücken
  f. Schläge auf den am Boden liegenden Gegner
  g. Angriffe auf den stehenden Gegner, nachdem man auf den Boden gebracht wurde (Abwehrbewegungen im Liegen sind jedoch erlaubt)
  h. stossen, ziehen oder halten
  i. jede andere Technik oder Praxis, welche durch die Richter als unsauber oder unfair entschieden wird.
   
VERWARNUNG/STRAFE:
  Folgendes Verhalten führt zu einer Verwarnung durch die Eckenrichter oder den Hauptrichter:
  a. mehrmaliges Verlassen des Kampffeldes oder passives Verhalten im Kampf,
  b. stossen des Gegners mit der offenen Hand,
  c. schlechtes Benehmen oder Unkontrolliertheit
  d. das CHUI = Ermahnung wird durch den Hauptrichter ausgesprochen, dabei deutet er mit dem Zeigefinger auf den Bauch des Fehlbaren.
  e. das CHUI-ICHI = 1. Warnung wird durch den Hauptrichter ausgesprochen, dabei deutet er mit dem Zeigefinger auf den Bauch des Fehlbaren.
  f. das CHUI NI = 2. Warnung wird durch den Hauptrichter ausgesprochen, dabei deutet er mit dem Zeigefinger auf den Bauch des Fehlbaren.
  g. das GENTEN ICHI = 1. Verwarnung wird durch den Hauptrichter ausgesprochen, dabei deutet er mit dem Zeigfinger auf das Gesicht des Fehlbaren.
  h. das CHUI-ICHI = 3. Warnung wird durch den Hauptrichter ausgesprochen, dabei deutet er mit dem Zeigefinger auf den Bauch des Fehlbaren.
  i. CHUI NI = 4. Warnung wird durch den Hauptrichter ausgesprochen, dabei deutet er mit dem Zeigefinger auf den Bauch des Fehlbaren.
  k. das GENTEN NI = 2. Verwarnung wird durch den Hauptrichter ausgesprochen, dabei deutet er mit dem Zeigfinger auf das Gesicht des Fehlbaren.
  l. SHIKKAKU / HANSOKU-MAKE = Disqualifikation; Zeigen mit dem Finger zum Gesicht
  Bei jeder Verlängerung beginnt der Kampf von neuem ohne Verwarnungen.
  GENTEN ICHI bedeutet nicht zwangsläufig, dass er den Kampf verloren hat, es bedeutet, dass eine REGELWIDRIGKEIT begangen wurde. Ein Kämpfer, der ein GENTEN ICHI erhalten hat jedoch technisch besser ist, kann noch ein Unentschieden erreichen.
     
DISQUALIFIKATION:
  a. der Kämpfer, der zu spät oder gar nicht zum Kampf erscheint wird disqualifiziert.
  b. der Kämpfer, der infolge Kampfverweigerung dreimal durch den Richter verwarnt wurde, wird disqualifiziert.
  c. führt sich ein Kämpfer ungebührlich auf, so wird er nach Anhörung der Eckenrichter disqualifiziert.
     
BRUCHTEST (TAMESHIWARI):
1. Der Veranstalter muss mit der Ausschreibung bekannt geben, wie der Bruchtest abläuft. (zB. alle Techniken miteinander oder jede Runde einzeln)
2. Pro Runde wird je eine Schlagtechnik verwendet. Dies sind folgende:
vor der 2. Runde: Seiken
vor der 3. Runde: Shuto
vor der 4. Runde: Hiji
3. Es handelt sich um quergefaserte Tannenholzbretter, die Masse sind folgende: Breite 33 cm, Länge 21 cm, Dicke 24 mm,
4. Dem Kämpfer ist es nicht erlaubt, die Bretter oder die Backsteine zu verschieben, dies besorgt ausschliesslich der Schiedsrichter,
5. Tücher oder andere Materialien können nur mit Erlaubnis und ausschliesslich in Anwesenheit des Schiedsrichters aufgelegt werden
6. Die Zeit zur Ausführung des Bruchtests beträgt eine Minute. Dreissig Sekunden vor Ablauf der Frist erfolgt die Zeitangabe
7. Ein Kämpfer muss mindestens zwei Bretter auflegen lassen. Die Bretteranzahl nach oben ist nicht limitiert. Geht der erste Versuch fehl, so können nochmals zwei Bretter aufgelegt werden. Geht dieser Versuch fehl, so kann er trotzdem am Kampf teilnehmen. Bei einem Unentschieden nach der zweiten Runde wird gewogen. Ist die Differenz zu klein, so gewinnt derjenige, der am meisten Bretter durchgeschlagen hat
8. Punkte werden aufgrund der durchgeschlagenen Bretter gegeben. Pro Brett ein Punkt.
9. Bei Gleichstand zwischen dem Bruchtest zweier oder mehrerer Karatekas soll der leichtere Bruchtestsieger werden, besteht ein zu kleiner Gewichtsunterschied (5 / 10 kg Open) zwischen ihnen, so soll nochmals ein Bruchtest mit einer Wahltechnik durchgeführt werden. Die gewählte Technik, die Bretteranzahl sowie der Name des Karatekas müssen zuvor auf einem Zettel notiert und durch den Schiedsrichter am Offiziellentisch abgegeben werden. Weder die Technik noch die Anzahl können danach gewechselt werden. Danach erfolgt die Ausscheidung.
   
ZEITNEHMEN:
1. Die Kampfzeit beginnt mit dem Kommando HAJIME und endet mit dem
Kommando YAME. Es wird folglich die effektive Kampfzeit gestoppt,
2. Ein kleiner, roter Sack wird bei Kampfende auf die Kampffläche, gut sichtbar für den Hauptrichter und die Kämpfer, geworfen.
   
TURNIERABLAUF:
   
RICHTER:
Die Schiedsrichter stellen sich auf eine Linie zwischen dem Offiziellentisch und der Kampffläche auf. Sie blicken in Richtung Turniergäste/Publikum. In der Mitte befindet sich der Hauptrichter, zu seiner Rechten der Oberrichter.
Auf das Kommando SHOMEN-NI-REI verbeugen sie sich gemeinsam gegen die Zuschauer und sagen gemeinsam OSU. Der Hauptrichter geht einen Schritt nach vorn und dreht sich um. Auf sein Kommando SUSHIN-NI-REI verbeugen sie sich gegeneinander mit OSU. Die beiden inneren Eckenrichter gehen auf den ihnen am weitest entfernten Stuhl, die beiden äusseren Eckenrichter auf den ihnen am nächsten stehenden Stuhl. Der Hauptrichter fordert mit einer Handbewegung, beim rechten beginnend, die Eckenrichter auf, ihm ihre
Wachsamkeit zu bestätigen. Sie quittieren dies mit einem kurzen Pfiff. Am Ende bittet er den Zeitnehmer um seine Wachsamkeit.
   
KÄMPFER:
Die Kämpfer stellen sich ausserhalb des Kampffeldes auf, der linke mit einem weissen, der andere (Blickrichtung des Hauptschiedsrichters) mit einem roten Gürtel. Am Kampffeldrand bleiben sie im FUDO-DACHI stehen, bis der Hauptrichter zuerst den weissen (SHIRO NAKAE) und danach den roten Kämpfer (AKA NAKAE) auf das Feld lässt.
Der Hauptrichter fordert mit einer Handbewegung, dass sich die beiden Kämpfer zu den Turniergästen/Publikum drehen. Daraufhin gibt er das Kommando SHOMENNI-REI und alle drei verbeugen sich mit OSU. Auf eine entsprechende Handbewegung des Hauptrichters drehen sich die Kämpfer zu ihm. Nach dem Befehl SHUSHIN-NI-REI grüssen sie sich mit OSU.
Auf den Befehl OTAGAINIREI grüssen sich die Kämpfer mit OSU.
Mit dem Wort KAMAETE fordert er die Kämpfer auf, ebenfalls die Kampfstellung einzunehmen. Mit HAJIME und gleichzeitig einem Faustschlag zur Mitte eröffnet der Hauptrichter den Kampf.
Spricht der Hauptrichter gegen einen Kämpfer eine Verwarnung (CHUI) oder eine Strafe (GENTEN) aus, oder gibt er eine Wertung bekannt, so quittiert dies der Kämpfer mit OSU.
   
MANNSCHAFTSKÄMPFE:
1. In der Regel besteht eine Mannschaft aus fünf Kämpfern und zwei Reservekämpfern.
2. Die Mannschaft soll aus Kämpfern der folgenden Gewichtsklassen bestehen:
  • Damen Leichtgewicht bis 60 kg

  • Damen + 60 kilo

  • Herren Leichtgewicht bis 70 kg

  • Herren Mittelgewicht 70–80 kg

  • Herren Open Open.
Die Mannschaften sollten eine gleiche Anzahl Kämpfer derselben Gewichtsklasse haben, so dass sie gemäss den Gewichtsklassen gegeneinander antreten können.
3. Die beiden Reservekämpfer können jeglicher Gewichtsklasse angehören..
4. Ein leichtgewichtiger Reservekämpfer kann im Leicht-, Mittelgewicht oder Open eingesetzt werden.
5. Ein mittelgewichtiger Reservekämpfer kann nur imMittelgewicht oder Open eingesetzt werden.
6. Ein Reservekämpfer über 80 kg kann ausschliesslich im Open eingesetzt werden.
7. Dasselbe gilt analog für die Gewichtsklassen der Damen.
8. Ein Mannschaftsdurchgang findet nur in der vorher am Offiziellentisch angegebenen Reihenfolge statt. Wird die Reihenfolge danach geändert, so wird die Mannschaft disqualifiziert
9. Bei der Aufstellungszeremonie befindet sich der erste Kämpfer am
weitesten vom Offiziellentisch weg. Der fünfte Kämpfer ist dem Tisch am
nächsten. Zwischen dem fünften Kämpfer und dem Tisch stellt sich der Coach auf.
10. Reihenfolge für den Entscheid:
  a. Die Siegeszahl ist massgebend.
  b. Die Mannschaft mit den meisten IPPON gewinnt.
  c. Wenn nur eine Mannschaft ein HANSOKU-MAKE hat, gewinnt die
andere bei Gleichstand.
  d. Die Siege aufgrund AWASETE-IPPON zählen.
  e. Stichkampf

 

SCHIEDSRICHTERKOMMANDOS:
KAMPFBEGINN:
SHIRO NAKAE Der Hauptrichter fordert weiss auf, sich zur Bodenmarkierung zu begeben.
AKA NAKAE Der Hauptrichter fordert rot auf, sich zur Bodenmarkierung zu begeben.
SHOMEN-NI-REI Verbeugung zu den Turniergästen/Publikum
SUSHIN-NI-REI Verbeugung zum Hauptrichter
OTAGAI-NI-REI Die Kämpfer verbeugen sich gegeneinander.
KAMAETE Nehmt die Kampfstellung ein.
HAJIME Beginnt mit dem Kampf.
   
WÄHREND DES KAMPFES:
YAME Stoppt den Kampf sofort.
KAMAETE Nehmt die Kampfstellung wieder ein.
ZOKKO Startet den Kampf wieder oder greift an (wenn die Kämpfer einander nur anschauen und sich im Kampf passiv verhalten)
SHIRO Weiss
AKA Rot
ATO-SHIBARAKU Ein Signal ertönt 30 Sekunden vor Kampfende
JOGAI Ausserhalb der Kampffläche
TORIMASEN Keine akzeptable Technik, Technik ohne Wirkung
MOTO-NO-ICHI Zurück zur ersten Position/Ausgangsposition
FUKUSHIN-SHUGO Zusammenruf der Eckenrichter, wobei nur die Richter, die etwas zur Klärung beitragen können, kommen.
   
NAMEN ZU UNERLAUBTEN TECHNIKEN:
GANMEN-KOGEKI oder
GANMEN
Angriff mit der Hand oder dem Ellbogen zum Gesicht
TSUKAMI Halten des Gis ohne zugleich eine Schlagtechnik auszuführen
SHOTEI-OSHI
oder SHOTEI
Wegstossen des Gegners mit offenen Händen
KINTEKI-KOGEKI Tritt in den Geschlechtsteil
ZUTSUKI Faustschlag zum Gesicht
   
KLASSIFIKATION DER UNERLAUBTEN TECHNIKEN:
CHUI Ermahnung
CHUI-ICHI erste zählende Warnung
GENTEN-ICHI erste Strafe Verwarnung (Regelwidrigkeit)
CHUI-NI zweite und letzte zählende Warnung
GENTEN-NI zweite Strafe Verwarnung (Regelwidrigkeit),
danach erfolgt die Disqualifikation,
der Hauptrichter sagt GENTEN-NI, HANSOKU-MAKE oder SHIKKAKU
HANSOKU-MAKE
Disqualifikation für diesen Kampf
SHIKKAKU Disqualifikation für das ganze Turnier
   
GANZE ODER HALBE PUNKTE:
IPPON Die Vergabe eines vollen Punktes hat den sofortigen Sieg zur Folge, der Schiedsrichter sagt AKA oder SHIRO mit der Technik und IPPON, z.B.: AKA, MIGI-MAE-GERI, IPPON
WAZA-ARI Eine effektive Technik, bei welcher der Gegner Wirkung zeigt, aber nicht so stark wie bei IPPON. WAZA-ARI wird auf dieselbe Art wie IPPON angesagt, z.B.: SHIRO, MIGI-MAE-GERI, WAZA-ARI AWASETE-IPPON Der zweite WAZA-ARI führt zum Sieg
   
ENTSCHEIDUNG:
Wird kein klarer Entscheid erreicht (mindestens WAZA-ARI), so wird der Sieg durch Schiedsrichterentscheid bestimmt. Der Ablauf ist folgender:
YAME Stoppt den Kampf unverzüglich
SHOMEN-MUITE Die Kämpfer müssen sich in Blickrichtung Turniergäste/Publikum drehen
HANTEI-ONEGAI-SHIMASU Der Hauptrichter bittet um die Entscheidung der Eckenrichter
HANTEI und Pfiff Die Eckenrichter müssen unverzüglich ihre Entscheidung mit der oder den Flaggen anzeigen
SHIRO oder/und AKA Die Eckenrichter zeigen die Flaggenfarbe an, die der Kämpfer trägt, der ihrer Ansicht nach gewonnen hat, oder beide Flaggen bei unentschieden
HIKIWAKE Unentschieden
ICHI Eine Flagge
NI Zwei Flaggen
SAN Drei Flaggen
SHI Vier Flaggen
SUSHIN, AKA Der Hauptrichter entscheidet für rot
SUSHIN, SHIRO Der Hauptrichter entscheidet für weiss
SUSHIN, HIKIWAKE Der Hauptrichter entscheidet sich für unentschieden
KACHI Sieg
SHIRO-NO-KACHI Weiss gewinnt den Kampf
AKA-NO-KACHI Rot gewinnt den Kampf
   
Beispiele:
HIKIWAKE ICHI, SHIRO, ICHI, NI, SAN, SHUSHIN, SHIRO, SHIRONOKACHI (weiss gewinnt mit 4 : 0)
HIKIWAKE ICHI, NI, AKA, ICHI, NI, SHUSHIN, AKA, AKA-NOKACHI (rot gewinnt mit 3 : 0)
SHIRO, ICHI, NI, HIKIWAKE, ICHI, NI, SHUSHIN, HIKIWAKE,
HIKIWAKE
(der Kampf endet unentschieden)
YUSEI-KACHI Sieg durch technische Überlegenheit
SAI-SHIAI Erste Verlängerung/Zusatzkampf
ENCHO-SEN Letzte Verlängerung/Zusatzkampf, wonach sich die Richter bei Gleichstand für rot oder weiss entscheiden müssen
   
ANZEIGEN DER ENTSCHEIDUNG:
Der Hauptrichter zählt die Flaggen und gibt seine Entscheidung bekannt. Nachdem er mit der Hand die Flaggen gezählt hat, zeigt er mit der Hand zum Gewinner, wobei die Handfläche nach aussen gerichtet ist. Im Fall eines Unentschiedens kreuzt er die Arme nach unten, danach folgt ein weiterer Kampf.
   
KAMPFENDE: Der Hauptrichter zeigt den Sieg an, das ist das Ende der Begegnung.
SHOMEN-NI-REI Verbeugung zu den Turniergästen/Publikum
SHUSHIN-NI-REI Verbeugung zum Hauptrichter
OTAGAI-NI-REI Die Kämpfer verbeugen sich gegeneinander
  Nachdem sich die Kämpfer gegeneinander verbeugt haben, schütteln sie sich die Hände und verlassen das Feld wieder am selben Ort, wo sie die Kampffläche betreten haben.
   
TAMESHIWARI:
SHOMEN-NI-REI Verbeugung zu den Turniergästen/Publikum
MAWATTE-REI Die Kämpfer drehen sich um und sagen OSU
ICHINI-TSUITE Nehmt die Position ein
HAJIME Zerschlagt die Bretter
   
BEKANNTGABE DES RESULTATES:
KANSUI Alle Bretter wurden durchgeschlagen, der Schiedsrichter sagt die Nummer des Kämpfers, die Bretteranzahl und KANSUI
SHIPPAI Der Bruchtest war ohne Erfolg. Der Schiedsrichter sagt die Nummer des Kämpfers und SHIPPAI
   

 

SCHWEIZERMEISTERSCHAFT
   
Kategorie Junioren Shinkyokushin
Mindest-Teilnehmerzahl pro Kategorie: drei
Teilnahme ab 8. Kyu und nach oben keine Gradbegrenzung
16/17/18 Jahre alt (Jahrgang)
   
Kategorie Herren Einzel Gewichtsklassen: -55,-60,-65,-70,-75, +75
Kategorie Damen Einzel Gewichtsklassen: -50,-55,-60, +60
   
Schutzausrüstung:  
Schienbein-Fuss-Ristschoner, Handschoner, (weiche Stoffschoner)
Tiefschutz Herren, Brustschutz Damen (Solarplexus muss frei sein),
Zahnschutz erlaubt, Tiefschutz für Frauen erlaubt
   
Kampfzeit:  
2 Minuten effektive Kampfzeit, bei Unentschieden 2 Minuten Verlängerung,
Waage, Gewichtsunterschied muss 2 Kilogramm betragen.
Encho-Sen, letze Verlängerung 1 Minute
   
Weiteres: Im Weiteren gelten die Kampfregeln für Kyokushinkai-Karate (z.B. Wettkampferlaubnis für Minderjährige, Arztzeugnis).
Besonderes: Die Durchführung dieser Kategorien ist obligatorisch.
Pokale: Die drei Erstplatzierten erhalten einen Pokal.