Geschichte des Karate

 


(zitiert aus der Website von Peter Steinmann)

Bereits vor mehr als tausend Jahren wurde Karate von buddhistischen Mönchen und Begründern des Zen, welche im Kloster Shaolin-Szu in China lebten ausgeübt.

Traditionell gilt die Theorie, dass der indische Mönch Buddhidarma bei seiner Pilgerreise von Indien nach China das Karate dort im Shaolin Kloster einführte. Er unterwies seine Schüler in körperkräftigen Uebungen, aus denen die Mönche grosse Ausdauer und Stärke sowie Geisteskraft gewannen. Andererseits konnten die Mönche diese Techniken als Schutz gegen Wegelagerer und Räuber anwenden. Darum entwickelte man ein formelles Lehrsystem, die Kata, mit denen alle Uebungen auch ohne Partner durchgeführt werden konnte.

Diese Kampfkunst wurde immer weiter entwickelt und später von den Chinesen auf die japanische Insel Okinawa gebracht. Die Bewohner vermischten ihre eigene Kampfkunst mit den neuen Techniken, und als von einem Feudalherrscher der Waffenbesitz verboten wurde, entwickelte sich ungewollt das Kämpfen mit der leeren Händen mehr und mehr. Aufgrund ihres chinesischen Ursprunges erhielt die Kampfkunst schliesslich den Namen Karate.

Der moderne Meister dieser Kunst, Gichin Funakoshi, welcher 1957 im Alter von 88 Jahren starb, änderte die Schriftzeichen in der Weise, das sie heute bei gleicher Aussprache "leere Hand" bedeuten. Für Funakoshi war Karate eine Kampfkunst, gleichzeitig aber auch ein Weg der Charakterformung.

1922 wurde Karate erstmals offiziell der japanischen Oeffentlichkeit vorgestellt. Japan wurde zur Hochburg des Karates. Daraus entstanden vier grosse Schulen Japans:
Shotokan, Wado-Ryu, Gojo-Ryu, und Shito-Ryu.

Heute existieren zahlreiche andere Formen von Karate, welche jedoch von Schülern der ersten vier traditionellen Karate-Arten entwickelt wurden:
zum Beispiel Kyokushinkai, Shotokai, Sankudai.

In Korea entwickelte sich das Taekwondo. Sie alle gehören zu einem Stamm eines Baumes.

Sensei Peter Steinmann